ALASKA   2005

Mount McKinley - Expedition

6.193 m

 

 

 

 

 

 

"DENALI" - "Der HOHE" wird der Mount McKinley von den Einheimischen genannt.

Seine geographische Lage, kaum 250 km bis zum Polarkreis oder 3500 km nördlicher als der Mt Everest, sagt schon einiges über die Temperaturen aus.

- 40 Grad Celsius sind keine Seltenheit in den Gipfelregionen, dazu Stürme von hier unbekannter Stärke tragen zu einem der extremsten Klimate der Erde bei.

Der Denali zeigt sich den Bergsteigern auch sauerstoffärmer als erwartet. Der Luftdruck auf jeder beliebigen Höhe ist niedriger als der dem Äquator näherliegenden Gebirge.

Der Gipfel des Denali ist mit Höhen von 7.000 - 7.200 m vergleichbar.

 
     

 

 
 

Nach der Ankunft in Anchorage, der größten Stadt Alaskas, erledigten wir, Ralph und ich,  dort die letzten Einkäufe.

Danach ging`s weiter nach Talkeetna, dem Ausgangspunkt der Expedition, zweieinhalb Stunden Fahrzeit, nördlich von Anchorage.

Nach einem Besuch bei den Parkrangern und einem Tag Regenwetter, ging es schließlich, nach einem grandiosen Flug in einem kleinen Flugzeug, zum Basislager  (2.200 m) des Denali.

 

 

 

 
         
 

 

 

 

An den sehr spärlichen "Schönwettertagen" herrscht natürlich reger Flugverkehr im und über dem Denali Nationalpark.

 

Das Basislager befindet sich auf einem Seitenarm des Kahiltnagletschers.

 
         
 

Nach einer Nacht im Basislager, mit fantastischem Ausblick auf den Denali und die Nordwand des Mt Hunter  beluden wir am Morgen des 17.Mai 2005 unsere Schlitten.

 

 

 

 
         
 

 

 

 

Mit je 40 kg Gepäck verteilt auf Rücken und  Schlitten steigen wir mit Schneeschuhen auf, zuerst nach Lager 1 (2.400 m), danach nach Lager 2 (3.050 m). Das Wetter zeigte sich bei diesen Etappen von der schönen Seite.

 
         
 

 

Nach 3 Tagen Anmarsch ereiche wir schließlich Lager 3 auf 3.350m Höhe.

 

 

Nachdem der Bereich des Lagers sorgfältig sondiert worden war, der gesamte Aufstiegsbereich zum Denali ist besonders gletscherspaltenreiches Gelände, begannen wir mit dem Zeltaufbau. Um das Zelt wurden Schneemauern errichtet,als Schutz vor den besonders gefürchteten Schneestürmen des Denali.

2 Tage wurden wir unfreiwillig im Lager 3 auf Grund von Sturm und Schneeschauer festgehalten.

 
         
 

 

Nachdem wir nach der kurzen Schlechtwetterperiode ein Depot am "Windy Corner", 4.050 m, anlegten stiegen wir wieder ins  Lager 3 ab.

Man benötigt am Denali keine Stirnlampe, da es nie dunkel wird. So begannen wir mit unserem Aufstieg ins Lager 4 erst am Abend und erreichten nach 6 Stunden gegen Mitternacht Lager 4 am Sonntag den 22.Mai 2005.

 

 

 

Lager 4, 4.250 m, auch Medical Camp genannt, da sich hier eine Forschungsstation für Höhenmedizin befinde.

Im Hintergrund der 600 m hohe Aufstieg zum West Buttress. Der weitere Aufstieg führt am Grat nach rechts entlang zum High Camp.

 

 

 
         
 

 

Im Lager 4 hieß es erst einmal akklimatisieren.

2 Tage lang den Körper auf die neu gewonnene Höhe gewöhnen.

Dabei natürlich viel trinken, 6 Liter, täglich minimum, gewonnen aus geschmolzenen Schnee, in Form von Elektrolytgetränken, Teee, Suppen.

Zum Essen gabs in Anchorage gekaufte Renntierwurst, Müsli, gefriergetrocknete Hauptgerichte, Kekse und natürlich viele Gummibärlis

 

 

Bei schönem Wetter sitzt man im Lager 4 wohl auf einem der schönsten WCs überhaupt. Mit fantastischer Aussicht auf die umliegenden Berge, Mt Hunter, Mt Foraker ......

Parkranger überwachen dabei auch den Gebrauch dieser WCs, was zu einem sehr gepflegtem Lager 4, ohne "yellow snow" beitrug.

 

 
         
 

 

Im Rucksack mit dem nötigsten Gepäck für die nächsten 5 Tage steigen wir am Mittwoch den 25.Mai  2005 ins Hochlager auf. Zelt, Schlafsack, Unterlegsmatte, Gas, Kocher, Verpflegung, Daunenanzug, Markierungsfähnchen ......an die 20 kg.

 

 

 

 

Der 600 m hohe Aufstieg zum West Buttress, 45 Grad steil, die letzten Meter mit Fixseilen abgesichert.

 
         
 

 

Ralph am West Buttress - ca. 4.950 m

 

 

 

Ralph am West Buttress - ca. 5.100 m

Leider keine Zeit für das wunderschöne Panorama.

 
         
 

 

 

Nach 7 Stunden Aufstieg ins Hochlager, 5.250 m, hieß es erst einmal Lagerplatz bauen.

Weitere 3 Stunden benötigten wir mit schaufeln, Schneeblöcke sägen, ehe unser Zelt einigermassen vor Sturm gesichert war.

 
         
 

Die ersten 2 Tage im High Camp gabs nur Schneesturm. Vermummt in unseren Daunenanzügen bei 40 Grad minus verließen wir nur zum Schneeschaufeln und zum Verbessern der Zeltverankerungen unser Zelt.

Freitag, 27.Mai 2005, 03.00 Uhr  -  endlich der Sturm lässt nach.

Um 08.30 entschlossen wir uns zum Gipfelversuch.

Am Bild der Aufstieg zum Gipfel kurz vor dem Denalipass - ca. 5.600 m.  Auf Gund der Steilheit und Sicherungsmöglichkeiten wohl die gefährlichste Passage im Aufstieg. Rechts unten das High Camp

 

 

 

Ralph am Denalipass - ca. 5.700 m, ca 50 km/H Wind ließen das Kälteempfinden steigen.

 
         
 

 

Am "Footballfield"- ca. 6.050 m.

Hintergrund Aufstiegsroute zum Gipfel.

 

 

Freitag, 27.Mai 2005  -  15.00 Uhr

Es hat geklappt  -  Ralph am Gipfel des Denali  - 6.193 m.

 
         
 

 

Am Gipfel des höchsten Berges Nordamerikas.

 

Im Hintergrund der ausgesetzter Gipfelgrat.

Auch ein kurzer Blick durch die Wolkendecke zur 6.000 m tiefer gelegenen Tundra war uns vom Gipfel gegönnt ehe wir mit unserem Abstieg ins Hochlager begannen.

Nach einer Nacht im Hochlager steigen wir am Folgetag bis ins Lager 3 auf 3.350 m ab. Einen Tag später gings bei Wind und dichtem Nebel zurück ins Basislager. Spät abends lichtete sich der Nebel für nur wenige Zeit und wir konnten noch nach Talkeetna ausgeflogen werden.

Nach einer ausgiebigen Gipfelfeier gings zurück nach Anchorage.

 

Da uns noch wenige Tage bis zu unserer Abreise in Anchorage blieben, besichtigten wir noch die Gletscher und Fjorde der Kenai- Halbinsel.

 Eine 6 Stunden Rundfahrt auf einem Katamaran ließ unseren tollen  Alaskaaufenthalt abklingen mit Orkas, Grauwalen, Seeottern, Seelöwen, .........

 
         

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